Book Series Monothéismes et Philosophie, vol. 32

Den Menschen dem Menschen erklären

Deskriptivität und Normativität in den christlichen Anthropologien von Laktanz, Gregor von Nyssa und Nemesios von Emesa

Diego De Brasi

  • Pages: 438 p.
  • Size:156 x 234 mm
  • Illustrations:5 b/w, 5 tables b/w.
  • Language(s):German
  • Publication Year:2024


Pre-order*
  • € 95,00 EXCL. VAT RETAIL PRICE
  • ISBN: 978-2-503-59910-6
  • Paperback
  • Forthcoming (Mar/24)

Forthcoming
  • € 95,00 EXCL. VAT RETAIL PRICE


Die Monografie bietet eine umfassende vergleichende Analyse der drei anthropologischen Traktate von Laktanz (De opificio Dei), Gregor von Nyssa (De hominis opificio) und Nemesios von Emesa (De natura hominis).

BIO

Diego De Brasi ist Juniorprofessor für Klassische Philologie/Gräzistik an der Universität Trier. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der antiken Philosophie und ihrer literarischen Form, der christlichen Anthropologie und der antiken Komödie. Er ist u.a. Autor von L’immagine di Sparta nei dialoghi platonici: il giudizio di un filosofo su una (presunta) pólis modello (2013) und Herausgeber mit Sabine Föllinger von Anthropologie in Antike und Gegenwart: Biologische und philosophische Entwürfe vom Menschen (2015).

Summary

Den Menschen dem Menschen erklären stellt die erste, umfassende Vergleichsanalyse von drei anthropologischen Traktaten aus dem vierten Jahrhundert n. Chr. dar: Laktanzens De opificio Dei, Gregor von Nyssas De hominis opificio und Nemesios von Emesas De natura hominis. Diese Texte wurden oft als das jeweils erste Beispiel christlicher Anthropologie bezeichnet, doch ebenso oft waren die Kriterien, die zu diesem Urteil führten, unklar. Das Buch hinterfragt diese Einschätzungen und widmet sich der Analyse der literarischen Form und des philosophisch-theologischen Inhalts dieser Schriften. Es zeichnet die Intentionen, welche die drei Autoren beim Verfassen der Traktate verfolgten, nach. Es analysiert die philosophischen Grundgedanken, die diesen Beispielen christlicher Anthropologie zugrunde liegen. Es stellt dar, wie in den drei Texten eine deskriptive und eine normative Anthropologie miteinander verwoben werden, um ein protreptisch-paränetisches Ziel zu erreichen. Diese protreptische-paränetische Absicht, die auch – und insbesondere - eine überwiegend positive Einstellung zur menschlichen Körperlichkeit mit sich bringt, wird als gemeinsames Charakteristikum der drei Traktate identifiziert und als ein mögliches Hauptattribut christlicher Anthropologie erkannt. So will Den Menschen dem Menschen erklären eine Diskussion anstoßen, ob das anthropologische Traktat eine spezifisch christliche literarische Gattung darstellen könnte.