Book Series Art History (Outside a Series)

Hieronymus Bosch. Die Zeichnungen

Werkstatt und Nachfolge bis zum Ende des 16. Jahrhunderts

Fritz Koreny

  • Pages: 456 p.
  • Size:245 x 310 mm
  • Illustrations:451 col.
  • Language(s):German
  • Publication Year:2012

  • € 150,00 EXCL. VAT RETAIL PRICE
  • ISBN: 978-2-503-54208-9
  • Hardback
  • Available


Review(s)

"(...) [the author's] massive and beautiful new Bosch drawings catalogue will remain a monument of contemporary evidence and careful scholarship (...)" (Larry Silver, in: Historians of Netherlandish Art, www.hnanews.org/hna/bookreview/index.html, August 2012)

"Koreny legt ein ambitioniertes und groß aufgemachtes, zwischen Katalog und Studie angelegtes Werk vor, das weniger in der Frage der Zuschreibung von Zeichnungen, aber umso mehr in der der Gemälde Boschs sicher das überraschendste wie auch rigoroseste seit langem, wenn nicht überhaupt, ist." (Stefan Fischer, in: Sehepunkte, 12 (2012), Nr. 11, 15.11.2012)

"De kwaliteit van de overvloedige afbeeldingen in even hoog als die van de wetenschappelijke teksten welke ondersteuning en interpretatiekader bieden. Een indrukwekkend monument." (BMGN-Low Countries Historical Review, Vol. 128-3 (2013))

"Allein schon die vielen großformatigen und qualitativ hochwertigen Abbildungen, die Detailaufnahmen von Signaturen und Einzelszenen und nicht zuletzt der umfangreiche und informative Katalogteil, in dem kurz und knapp Erkenntnisse zu einzelnen Werken notiert sind (was ist zu sehen, welcher anderen Arbeit steht Bild nahe, Zustand etc.), rechtfertigen den Kauf dieses Catalogue raisonné unbedingt." (Rowena Fuss, in: Portal Kunstgeschichte, 17. Feb 2014)

"(...) un apport majeur à l’étude de la production boschienne et de la peinture des anciens Pays-Bas au XVIe siècle." (Frédéric Elsig, dans: Perspective (en ligne), 2 septembre 2013, URL: http://perspective.revues.org/3338)

Summary

Hieronymus Bosch (um 1450/60-1516) schuf mit der Erfindung phantastischer, von Dämonen und anthropomorphen Monstren bevölkerter Szenarien eine Bildwelt des Unheimlichen von suggestiver Eindringlichkeit. Menschlichen Urängsten vermochte er Gestalt und Antlitz zu geben. Bosch wurde zum Maler des Grauens, sein Name zum Synonym für Höllenqual. Doch nicht nur als Maler wirkte Bosch bahnbrechend, er zählt auch als Zeichner zu den Pionieren altniederländischer Kunst, deren früheste autonome Zeichnungen ihm zugeschrieben werden.

Umso mehr überrascht es, dass Hieronymus Boschs Zeichnungen noch nie zusammenhängend kritisch bearbeitet wurden. Stets ob seiner innovativen Zeichenweise gerühmt und darin den bedeutendsten Zeichnern der altniederländischen Kunst vorangestellt, fand sein graphisches Oeuvre dennoch nicht die ihm gebührende Aufmerksamkeit. Die Publikation strebt an diese Lücke zu schließen. Ausführlich wird auf Hieronymus Bosch als Maler wie als Zeichner eingegangen. Dabei werden die Zeichnungen nicht losgelöst vom malerischen OEuvre diskutiert, sondern – gemäß ihrer ursprünglichen Funktion – im Zusammenspiel mit den Gemälden. Boschs Bildwerken ist deshalb breiter Raum gegeben. Dies umso mehr, als bei der Beschäftigung mit den für eigenhändig gehaltenen Zeichnungen zwei unterschiedliche Künstlerpersönlichkeiten deutlich werden, deren Eigenheiten – einer von ihnen war Linkshänder – auch in den Gemälden wiederzuerkennen sind.

Bei den Zeichnungen werden nicht nur sämtliche von der Bosch-Forschung je als eigenhändig in Betracht gezogenen Blätter kritisch gesichtet, sondern auch die seiner Werkstatt und Nachfolge, einschließlich aller Bosch ehemals zugeschriebener Arbeiten, erweitert um Beispiele der frühen Bosch-Rezeption.

Erstmals sind alle Zeichnungen von Hieronymus Bosch und seiner Nachfolge in originalgroßen Farbabbildungen wiedergegeben. Zahlreiche Vergleichsabbildungen machen das Buch zu einem unentbehrlichen Kompendium, das Hieronymus Boschs autographe Arbeiten im Umfeld seiner Werkstatt und Nachfolge umfassend veranschaulicht.

 

Fritz Koreny war von 1971–2000 Kurator für deutsche und  niederländische Zeichnungen an der Graphischen Sammlung Albertina und ist ao. Prof. am Institut für Kunstgeschichte der Universität Wien. Zahlreiche Publikationen zu Themen der Druckgraphik und Zeichnung des Spätmittelalters und der Renaissance weisen ihn als international profilierten Wissenschaftler der Zeichnungsforschung aus.

Erwin Pokorny war bis 2007 Mitarbeiter des Projekts. Ab 2009 übernahm Gabriele Bartz die wissenschaftliche Assistenz bis zur Drucklegung.