Die heutige Gesellschaft ist aufgrund von kulturellem Austausch
und Globalisierung mit einer Vielzahl von Religionen konfrontiert.
Das persönliche Bekenntnis spielt eine immer
größere Rolle. Die religiösen Traditionen verlieren
an Bedeutung. Im Klima der Indifferenzierung gewinnt die These der
Gleichwertigkeit der verschiedenen Religionen an
Plausibilität. Angesichts dieser Entwicklung gewinnt die Frage
nach der Wahrheit der Religion neu an Bedeutung.
Eine ähnliche Situation war auch im 4. und 5. Jahrhundert
gegeben, als Christen- und Heidentum in einem
Konkurrenzverhältnis zueinander standen. Die
Auseinandersetzung um den Viktoria-Altar, in die sich die Schrift
des Prudentius Contra Symmachum einreiht, gibt
hierfür ein eindrucksvolles Zeugnis. An paganen und
christlichen Texten der Antike wird diese vergleichbare
Konstellation nachgezeichnet und diskutiert.
Der vorliegende Band präsentiert das Ergebnis der Tagung
„Monotheismus – Skepsis – Toleranz“
anlässlich derVorstellung des 100. Bandes der Fontes
Christiani.